Gelb
Eingang
Zentrale
Geschäftsadresse
Fachverkäufer

Tupac zum Zupacken

2. Mai 2012

„What the fuck is up, Coachella!” rappte Tupac von der Festival-Bühne im Kalifornischen Indio. Nicht 1996 – nein! Sondern im April 2012!

Der tote Tupac als lebendiges Holodeck mit perfekt sitzendem Sixpack: Der wortgewandte Superstar ließ seine „Bühnen-Kollegen“ Dr. Dre und Snoop Dogg ganz schön alt aussehen. Aber nur für einen kurzen Moment, dann war der Zauber wieder vorbei und Tupec in Luft aufgelöst. Unheimlich – sagen die einen. Großartig – die anderen.

Die Börse reagierte sprunghaft: Die Aktie der Produktionsfirma Digital Domain ging nach der unfassbaren Performance um fast 20 Prozent nach oben. Und das, obwohl Digital Domain kein unbeschriebenes Pixel ist – Stichwort: „Titanic“ und „The Curious Case of Benjamin Button”.

Selbst „Holoauftritte“ sind nichts Neues: Die Gorillaz hauchten so 2005 bei den MTV-European Music Awards ihrer Comicband Leben ein und Mariah Carey beamte sich 2011 an fünf Orte gleichzeitig. Woher also die Begeisterung?

Einfache Antwort: So professionell wie die Performance von Tupac sahen die früheren 3D-Auftritte nicht aus. Was an der unglaublichen Arbeit von Digital Domain liegt, die sich nicht nur alten Aufnahmen bediente, sondern Pixel für Pixel einen neuen Tupac zusammenbaute.

Gestern ein Rapper, morgen ein Schauspieler: Wiederauferstehung als Entertainment-
Gag? Was die katholische Kirche wohl dazu sagt…

Wem’s gefällt, der kann’s Teilen