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Instagram goes BAM!

25. September 2015

Ein Bild von einer Nachricht: „Taylor Swift überholt Instagram-Vacation-Photo-Cookies-5Kim Kardashian bei Instagram.“ Das erstaunliche an der
Meldung ist weniger ihr Inhalt, als vielmehr ihr breites
Erscheinen in sämtlichen renommierten Medien.

Süddeutsche, Focus, Stern – allen war der „heiße
Promi-Zweikampf“ mit den beeindruckenden Follo-
wer-Zahlen von 45,7 Millionen zu 45,6 Millionen eine
Meldung wert. Was sagt uns das? Instagram ist so-
was von angekommen – auch im Marketing.

Der Erfolg der kostenlosen Foto-App, die 2012 für eine
Milliarde Dollar von Facebook gekauft wurde, zeichnete
sich bereits im Dezember 2014 ab, als der Online-
Dienst zum Teilen von Fotos und Videos die 300 Millio-
nen-Nutzer Marke knackte.

DAS FENSTER ZUR WELT

Was 2010 als „Fenster zur Welt“ begann, verstehen heute rund 86% der Top-Unternehmen vor allem als Schaufenster zu ihrer Markenwelt. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zu anderen Social Media Plattformen: Instagram vergibt keine Links.

Das bedeutet: Eine hohe Reichweite bei Instagram sorgt für keinen erhöhten Traffic auf der eigenen Website, da von Instagram aus keine Verweise möglich sind. Dieser sogenannte Referral Traffic entsteht vielmehr durch den Kommunikationsmix von Facebook, Pinterest und Twitter.

Warum ein Instagram-Auftritt dennoch Sinn macht? Die Antwort heißt Visual Storytelling: Mit authentischen Bildern und kurzen Videos stärkt die Marke nicht nur ihr Image. Durch die Kombination mit anderen Plattformen erweitert sie auch deutlich ihre Anzahl von Followern.

Wie bei allen Plattformen gibt es auch bei Instagram Do’s & Dont’s, die beim Aufbau einer Community zu beachten sind. Das Gute vorweg: Die Inhalte werden von der Plattform bisher nicht gefiltert. Der Nutzer sieht also auf seinem News Feed alle Bilder aus den Profilen, denen er folgt.

Ergo: Der Nutzer filtert die Inhalte selbst. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Bilder und Videos erst einmal seine Aufmerksamkeit erregen müssen: mit Qualität, Spaß, Provokation, Kreativität, Überraschung oder auch Prominenten.

AUF DEN HASHTAG KOMMT ES AN

Fast noch entscheidender ist aber die richtige Verwendung von Hashtags, da über sie Inhalte gesucht werden. Generell gilt: mehr wie fünf sollten es pro Bild nicht sein. Und: Es kommt nicht auf die Anzahl der Hashtags an, sondern auf ihren thematischen Bezug.

Da Instagram international funktioniert, eignen sich in erster Linie englische Tags: kurz, prägnant und eingängig sollten sie sein. Bestes Beispiel:  #justdoit von Nike. Der griffige Claim bietet nicht nur dem Unternehmen die ideale Steilvorlage für einen Hashtag.

Auch Nutzer verwenden das einschlägige Wording, um Bilder entsprechend zu markieren. Das positive Ergebnis: Eine riesige Menge User Generated Content (UGC) zahlt bei Instagram auf die Marke ein – und darauf kommt es schließlich am Ende des Tages an.

Überhaupt: Nike! Wenn einer das Visual Storytelling und die Bedürfnisse seiner Community versteht, dann der Sportgigant aus USA. Ob auf seinem offiziellen Account @nike oder den Sport-spezifischen Accounts wie @nikerunning und @nikefootball: alle Bilder treffen genau den richtigen Ton.

Beeindruckende Landschaften, unvergessliche Momente, glückliche Menschen: Auf den  Schnappschüssen stehen die Produkte stets nur im Kontext mit einer bestimmten Situation, nie aber allein im Vordergrund. Das wäre ein klarer Fall für Pinterest.

Mit interaktiven Anwendungen wie der App Nike PHOTOiD, bei dem Instagramer einen von drei Air Max Modellen nach ihren Instagram-Fotos gestalten, teilen und auch kaufen können, generiert die Marke zusätzlichen UGC. Absolut vorbildlich!

Social_Media_2014