Thomas Pynchon, der amerikanische Kult-Autor, ist immer für eine Überraschung gut: Zum Start der International Pynchon Week am Amerika Haus in München am 11. Juni wird ein Hand signiertes Exemplar seines bislang unveröffentlichten Werkes „X.0“ versteigert.
Erste Gerüchte kursierten seit Anfang Mai, dass der „bekannte Unbekannte“ nach
„Against the Day“ einen literarischen Coup plant. Jetzt ist es raus: Thomas Pynchon, den der Spiegel mit „Tolstoi der Popkultur“ tituliert, stellt seinen neuesten Roman in München vor.
Das Thema? X.0. Kommunikation von morgen für Interaktion von heute. Virtuelle Realität reanalogisiert. „Das ist ganz Pynchon. Interkreativ. Internovativ.“ Ob sich der „Mann ohne Gesicht“ auch persönlich zeigt, bleibt ein Geheimnis. Und selbst wenn es so wäre, wer weiß schon, wie der heute 71jährige aussieht. Trägt er doch, wie auch bei seinem Simpsons-Gastauftritt, gerne mal eine Papiertüte über dem Kopf.
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In den USA sind sie Ikonen: Der Kult-Caravan hat sofort unser Herz erobert. Silber glänzend, monströs, mit seiner schönen Seitenklappe: Die perfekte Kiosk-Hülle für unseren Ideenladen. Und ein Hinkucker ist er allemal – erst recht mit unserem exklusiven Sortiment. Fanden auch KX Services, die uns tatkräftig zur Seite standen und ihren Airstream für uns immer mobil machten.

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Wir wollen kommunizieren und interagieren. Denn wir finden das kommt in unserer heutigen Zeit einfach zu kurz…
Nein, wir reden nicht nur so daher. Man überlege sich mal: Was muss ich tun, um Essbares aus dem Supermarkt nach Hause zu bringen? Sicher nicht kommunizieren. Ja, man kann völlig stumm einkaufen. Und das wollen wir nicht. Also bietet sich das Supermarktmodell nicht für unseren Ideenladen an, sondern: DER KIOSK.
Und wir sind nicht alleine: „Der Kiosk lebt. Zumindest in jedem von uns als romantische Erinnerung an die Tage, als wir auf Zehenspitzen nach Lutschern und Eis verlangten.“
Sagt auch das Raumlabor-Berlin. Der Unterschied: Die Jungs schauen sich den Kiosk-Schwund von der demographisch-soziologischen Seite an. Und gingen 2005 mit dem „Kioskop“ einem mobilen Kioskkino auf die Propagandatour.
Unsere Idee 2008: die München-Tour. Nicht um die Kiosk-Landschaft zu retten, sondern ein Stück verlorengegangener Interaktivität neu zum Leben zu erwecken. Weil Kiosk lebt. Überlebt. Überall lebt. Interaktiv. Interkreativ. Internovativ. Die Kioskisierung des Ideenladens ist unsere Antwort auf die Virtualität der sozialen Netzwerke. Interaktion X.0, so das Thema 2008, stellt den realen Menschen in den Mittelpunkt. Und der will mehr denn je sehen, reden, spüren, riechen, schmecken.
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