Weiss, weisser, wissen: Physikalisch ist Weiss die Summe aller Farben, hat keinen negativen Zusammenhang und ist somit die vollkommenste Farbe. Klar? Klar!
Weiss ist aber auch nicht gleich Weiss: ElfenbeinWeiss, AlpinWeiss, CremeWeiss, BlütenWeiss, BlauWeiss, ReinWeiss, VerkehrsWeiss… – jeder malt sich seine Welt, so wie ihm Weiss gefällt.
Denn: Weiss symbolisiert das Licht, den Glauben, das Ideale, das Gute, den Anfang, das Neue, die Sauberkeit, die Unschuld, die Bescheidenheit, die Wahrheit, die Neutralität, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit – und manchmal sogar das Gelbe.
2012 fängt ja gut an: Die internationale Kreativszene sucht vom 7. bis 12. Februar den interdisziplinären Schlagabtausch – bei Munich’s Creative Business Week (MCBW). Und „Gelb“ macht mit. Klar!
Denn: Wir verkaufen Kreativität. Kreativität ist unser Geschäft, Ideen unser Kapital. Ideen sind aber auch die Waren unseres Ladens – dem Ideenladen.
Zur MCBW lässt der Ideenladen nun „Werken+Schauen“ – und erlaubt erstmals 360° Einblicke in die „Gelbe Denkfabrik“.
Wen interessiert’s? „Ideen-Einkäufer“ aus Marketing und Kommunikation, aber auch „freie Köpfe“, die Lust auf ein Mit… haben – Mitmachen, Mitdenken, Mitreden, Mitlachen…
Klappe, die Zwölfte: das Bitfilm Festival 2011 richtet seinen Spot auf ungewöhnliche Filme, die eines gemeinsam haben – sie „setzen digitale Technik auf kreative und innovative Weise um“.
Drei Kategorien, 3D Space, FX Mix und Machinima, spielen für die „internationale Web-Jury“ die Hauptrolle. Die Abstimmung ins Netz zu tragen, ist nur logisch: Bewegtbilder sind die digitalen „Klick-Bringer“. Tendenz steigend.
Genauso steigend wie die kreativen Spielarten, Bildern das Laufen zu lehren: vom naiven Strichmännchen „Hai puka“ bis hin zum 3D-Spektakel „Flufee on a Meshion“ – möglich ist alles, was nicht unmöglich ist.
Die Abschluss-Klappe fällt übrigens am 17. November 2011 in Hamburg, gefolgt vom Closing Event vom 2.-4. Dezember 2011 in Indiens High-Tech Metropole Bangalore.
Geklickt, geliked, gekauft: Emotionales macht nicht nur die Offline-Kommunikation (be)greifbar. Auch die Online-Kommunikation versucht sich im gefühlt Analogen. Gut so.
EMO-KICK 1: LAUSCHER
Corporate „Klangwelt“: Ob Audio-Logo, Jingle, Voice oder Song – ein spezifischerMarken-Groovebeschwingt die Kunden-Loyalität und schafft mehr Vertrauen, mehr Wiedererkennung, mehr Marke. Sounds logisch.
EMO-KICK 2: SPÜRNASE
Die digitale Schnitzeljagd kitzelt ureigene Instinkte: Geolocating und Geocaching rufen zur Jagd – und treffen den Nerv der mobilen Community. Halali! Das Schuhlabel Jimmy Choo startete beispielsweise eine digitale Echtzeit-„Schatzsuche“ quer durch Londons Szene-Locations. Wer unterwegs ein Paar Schuhe fand, durfte sie behalten. Auch M&M, Levi’s und MINIführten durch digitale „Check Ins“ zu analogen Abenteuern. Das Erlebnis multiplizierte sich über Social Media-Kanäle wie Twitter und Foursquare.
Individualität macht Masse. Nichts leichter als das! Sei Du, sagt die Marke, und spannt den „Selbstverwirk-lichungs“-Schirm – mit Mass Customization wie NIKEiDoder Reeboks Reecreate. Ein Selbstläufer.
EMO-KICK 5: SELBSTDARSTELLER
Die Stage: Social Media. Das Publikum: die Community. Und der Applaus? Geht ans Marketing. Denn Outdoor-Maniacs lassen sich auch im Netz nicht hängen. Coca-Cola weiß das und ködert die Abenteurer mit Automaten und direkter Leitung zu Facebook. Foto uploaden, Post erstellen – und Po-Po-Posen. Auch der Luna Park in Sydney bietet mit der Facebook-Funktion „My Experience“ eine „mobile Foto-Kabine“. Bitte, lächeln!
EMO-KICK 6: GRAPSCHER
Online, offline, blow the line(s): Hände sind zum Greifen – und (Be)greifen da. Das dachte sich auch Diesel und verlegte seinen Facebook-Auftritt auf die Wiese. Facepark „missbrauchte“ das Grün als Plattform, die Pappe als Profil und den Sticker als klebriges „Like“-Tool. Das bleibt haften.
EMO-KICK 7: EXKLUSIVGAST
A deal a day keeps the competitor away: Exklusivware, Impulsartikel und Season Sales beflügeln die Kaufentscheidung – natürlich alles streng limitiert, nur für kurze Zeit und nur für Mitglieder. Ob beim Live Shopping oder Crowd-Buying: Bei rabattierten Produkten fährt (fast) jeder Einkaufswagen zur Kasse!
EMO-KICK 8: WEITERSAGER
Werbung? Nein, danke! Empfehlungen von Freunden, Communities und Circles? Ja, bitte. Klar: Glaubwürdigkeit ohne Eigennutzen wirkt. Noch! Denn immer mehr Partner-, Bonus- und Prämien-Programme schaffen „lohnende“ Anreize für „erfolgreiche“ Empfehlungen. Kauf-Verweise bei Amazon, Location-Tipps bei Irlgalaxy oder Test-Erfahrungen von Special Interest Groups bei Milka– Empfehlungen werben. Wirkungsvoll(er).
EMO-KICK 9: QUATSCHKOPF
Wer seinen Kopf verliert, versucht sich im Horsemanning – wer flach wie ein Brett an einen ungewöhnlichen Ort liegt, im Planking. Auch Owling und Coningpassen zu dem grassierenden Web-Unsinn. Ziemlich komisch.
EMO-KICK 10: VERFOLGER
Schluss mit lustig! Votings, Rankings und Hitlisten ziehen den unerbittlichen Vergleich. On top: Friends, Fans, Followers verlinkt mit Sterne, Points und Badges. Die Idee ist so einfach wie genial. Messe sich, wer sich messen kann, will, darf, muss. Wettbewerb belebt das Online-Geschäft – selbst das der gesunden Ernährung. Na, dann: Guten „Foodzy“!
EMO-KICK 11: SPIELKIND
Generation Homo Ludens: „Gamification“ nutzt Spiel-Mechanismen. Kleine Idee, große Wirkung: Foursquare. Badges sammeln, Mayor werden, Goodies holen – das hält die Community bei Laune. Ob Stadt-Brettspiele wie bei Foursquaropoly oder Spesenabrechnungen wie bei The Guardian – die Mittel heiligen das Spiel. Win-Win.
Das Digitale sprengt analoge Grenzen. Nicht ganz – auch wenn amerikanische Nachrichtensprecher mal wieder was ganz anderes behaupten…
Einser und Nuller? Sind nicht sexy. Wenn schon: Wir machen Ihr Digitales gefühlt analog. Starten wir doch einfach mit unserem Schnipsel…
Immer nur die Top 10 ist doch auch langweilig. Neue Communities, neues Socializing. Klingt doch, top!
Allein der Name verspricht Göttliches: Amen. Was sich dahinter versteckt? Ein Startup, das Meinung macht – noch in der Beta-Phase, aber immerhin.
Das Prinzip ist einfach: Wer der gleichen Meinung ist wie der „Thesenanschläger“, gibt sein „Amen“. Wer nicht – ganz logisch – klickt „Hell, no“ und gibt dann auch noch seinen profanen Senf dazu.
Göttlich oder profan – Amen hat Potential: Denn die Amens der User lassen sich „listen“. Das macht die Plattform zur praktischen Ranking-Maschine – für jeden Ort, jedes Produkt und jede Dienstleistung.
Aus dem Genre „Content Discovery“ wiederum schieben sich Quote.fm und Cast.li ins Netz. Sie punkten mit einer Empfehlungs-Dynamik für Texte. Bitte? Bei Quote.fm beispielsweise lassen sich Zitate aus Online-Artikeln teilen, empfehlen, weitergeben. Genau: Das ist eine Evolution des Social-Bookmarking-Dienstes Delicious.com. Nur schöner.
Wer nun das Zeug hat, sich unter die Top – na, sagen wir mal – 50 zu vernetzen: Wer weiß das schon? Die Community vielleicht.
Kennen Sie das? Früh morgens, Sie liegen noch im Bett, haben sich gerade eine kuschelige Kuhle gewühlt, da klingelt’s an der Tür: „Guten Tag, ich bin’s: die Zukunft.“ Also gut: raus aus den Federn und ran an den Wurm – den fängt bekanntlich nur der Early Adopter!
Auch die Herrschaften bei Google scheinen „früh aufgestanden“. Mit Google Wallet startet die Riesensuchmaschine das erste massentaugliche mobile Bezahlsystem – und zwar mit NFC-Chips. Einfach so.
Wenn Sie also in den USA leben, ein Google Nexus S 4G besitzen, Kunde bei Visa, Mastercard oder Citibank sind und bei deren Handelspartnern einkaufen wollen… – bitte? Das sind Ihnen zu viele „Wenns“? Verstanden: Dann drücken Sie auf die Snooz-Taste, drehen sich noch mal um und träumen bis zum Launch in Deutschland von „der guten alten D-Mark“.
Frauen auf Einkaufstrip: Das langweilt Mann. Nicht mit MINI. Unsere Idee aus dem Jahr 2008 war und ist so einfach wie brillant – mal ganz objektiv betrachtet
Erfrischende Probefahrt statt ermüdender Anprobe: Der ungewöhnliche MINI Service „Mann abzugeben!“, der die Institution „Kinderland“ ganz neu interpretiert, brachte den Motor ausgewählter Kooperationspartner richtig zum Laufen.
Denn während FRAU von 0 auf 100 durch den Szene-Laden sprintete, drehte MANN im MINI maximale Momente in 1, 2, 3, 4, 5, 6 Gängen. Was für ein Erlebnis: So ertrug (auch) Man(n) die Shopping-Tour der Frau…
Auch IKEA Australien versucht sich gerade an unserem Konzept – natürlich adaptiert. Statt Bällebad im Småland spielen Männer im Mänland Kicker und Konsole. Ein Vatertags-Special mit Potenzial!
Wir sagen: Cool, Ikea! Wir haben übrigens noch mehr „Spielereien“ in der Schublade!
Die einen sammeln Awards, die andere greifen nach der Krone. Mit dem Marketing-Hype um „Gamification“ erlebt „homo ludens“ seine digitale Renaissance.
Die Idee ist so einfach wie gewinnbringend: Spielmechanismen werden auf Prozesse übertragen, die normalerweise nichts mit Spiel und Spaß zu tun haben. Das große Ziel: Loyalisierung von Kunden oder Kunden-to-be.
Ob Frequent Flyer-Programme, Badges, Likes, Competition, Merit, Completing Tasks, Achievements, Appointment Dynamics, Perks oder Social Currency – das Spiel heiligt alle Mittel. Und lässt bei „Best Practicer“ wie Foursquare, EpicWin, Gowalla, Chore Wars oder Groupon die Kassen klingeln – im Sekundentakt!
Wir haben sie nicht vergessen: die Mutter/den Vater aller sozialen Netzwerke – MySpace. Das ehemals größte Netzwerk, das vor gut einem Monat zu einem Schnäppchenpreis von 35 Millionen Euro den Chef im Sessel wechselte, gibt trotz schwindender Nutzer nicht auf.
Und verfolgt ein neues Prinzip: belohnen! Ganze 17 Awards gibt es für die MySpacer. Buero Gelb macht mal wieder den Anfang – und tütete fast nebenbei die „Im Rampenlicht“-Auszeichnung ein. Kein Wunder: Die coolen Party-Pics haben auch einen Award verdient.
Genauso wie MySpace eine zweite Chance: Die goldenen Zeiten mit 75,9 Millionen Nutzer im Monat sind noch gar nicht so lange her. Um an die Erfolge wieder anzuknüpfen, holte sich Specific-Media, der neue Eigentümer, prominente Unterstützung: Justin Timberlake.
Der zeigte ja bereits in „The Social Network“, dass er Ahnung vom Netzwerken hat. Bis September soll nun eine neue Strategie auf den Tisch – Fokus: Musik, Filme und Shows. Also: Nische as its best.
Dass MySpace nicht zum alten Eisen gehört, beweisen die Awards allemal. Stichwort: Gamification. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…